21/04/2022
Vor langer Zeit war ein Wanderer unterwegs in einem fernen Land auf dem Weg zu einem kleinen Dorf, in dem er sein Nachtlager aufschlagen wollte. Es war nicht mehr weit und er lag gut in der Zeit, als er unweit seines Weges eine schöne, weiße Kapelle am Waldrand sah. Hier wollte er ein wenig verweilen und den Ausblick genießen, so bog er zum schmalen Pfad ab, der ihn zur Kapelle führte.
Dort angekommen sah er einige Grabsteine und entschloss sich, ihre Inschrift zu lesen, um zu sehen, wer hier gestorben war.
Auf dem ersten stand: Jobe 10 Jahre, 3 Monate, 1 Woche und 4 Tage
Auf dem zweiten las er: Bilara 6 Jahre, 8 Monate, 3 Wochen und 1 Tag
Auf dem dritten: Tebale 11 Jahre, 2 Monate, 2 Wochen und 3 Tage
Nicht nur, dass die Lebensdauer sehr exakt angegeben war, es schien, als ob hier nur Kinder betrauert wurden. Das machte den Mann sehr traurig und er weinte bitterlich.
Nach einiger Zeit erschien der Friedhofswärter und fragte den Wanderer, ob er einen Angehörigen beweint. Der Reisende entgegnete: „Nein, aber warum liegen hier nur Kinder begraben? Gab es einen bösen Fluch, der die Jüngsten hingerafft hat, oder eine tödliche Krankheit, die nur die Kinder betraf?“
Der Wächter lächelte freundlich und sagte: „Nein, kein Fluch und keine Krankheit war für den Tod verantwortlich. In diesem Dorf gibt es einen alten Brauch: Die Eltern schenken ihren Kindern zum fünfzehnten Geburtstag ein Notizbuch mit zwei Spalten. In die linke Spalte schreiben die Menschen ihr ganzes Leben lang, was sie glücklich gemacht hat, und in die rechte Spalte, wie lange dieses Glück gedauert hat.
Der erste Kuss – vielleicht 3 Stunden
Die Begegnung mit dem Geliebten – einige Wochen oder Monate
Die Zeit mit Freunden – Jahre
Der Sonnenuntergang mit dem Partner– einige Minuten
Wir bewahren jeden kleinen Moment des Glücks und sind uns bewusst, wie lange die Freude darüber anhält. Dieses Notizbuch tragen wir an einer Kette um den Hals unser ganzes Leben lang.
Wenn jemand als alter Mensch stirbt, öffnen wir sein Buch, addieren die Glücksmomente und gravieren die gesamte Zeitdauer in den Grabstein.
Für uns ist dies die einzige Zeit, die wirklich zählt, die einzige Zeit in der wir wirklich gelebt haben.
Die Geschichte fand ich bei Jorge Bucay und habe sie hier frei nacherzählt.
22/03/2022
Überleben in der Krise 1
Momentan sind viele Menschen entsetzt über das, was in der Welt passiert. Wir sind wütend, traurig und ohnmächtig. Wir wissen kaum, wie wir uns, unsere Kinder, Schüler, Freunde vor dem schützen können, was wir in der Welt sehen.
Es gibt so viele Situationen, die uns unserer Sicherheit berauben und uns machtlos verzweifeln lassen. Es mag der Krieg in der Ukraine sein, die Pandemie, das ökologische Desaster, der Job, Schwierigkeiten mit der Familie oder dem Partner...
All das destabilisiert uns und es ist wichtig zu lernen, was wir selbst machen können, um uns eine gewisse Handlungsfähigkeit zu geben.
Deshalb habe ich mich entschlossen, auf Burnout-Burnon eine Reihe kleiner Artikel zu veröffentlichen, die dir psychologisch fundierte Massnahmen an die Hand geben, damit du und dein Umfeld nicht zu sehr von Ohnmacht gefangen leiden müssen.
Jeden Tag. Bis mir die Gedanken dazu ausgehen.
Schreib mir gerne, welche Ideen du umsetzen konntest und wie sie dir geholfen haben.
Bitte teile die Artikel, damit möglichst viele Menschen lernen, mit Krisen umzugehen.
02/02/2022
Kostenlose Online-Seminare zu Krise und Wandlung!
Irgendwie stecken wir alle mal in irgendeiner Krise:
Burnout, Corona, Partnerschaft, Depression... Das Leben hat da leider viel zu bieten. Wenn du Lust hast, schau vom 07. - 13. Februar in den Online-Kongress vom Auditorium-Netzwerk.
Du kannst die Seminare natürlich auch nach Feierabend nutzen, sie sind ganztags einsehbar.
Melde dich vorher an und du bekommst tagesaktuelle Links für die Aufzeichnungen.
Die Vortragsliste findest du als PDF auch jetzt schon auf der Homepage.
Viel Spaß
Anmeldung zum kostenlosen Online-Kongress (Auditorium Netzwerk) | Auditorium Netzwerk
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17/01/2022
Meine Tür ist immer offen, Wasserkocher ist immer an und mein Sofa ist immer warm und ein Ort des Friedens. Alle meine Freunde, die reden möchten, sind jederzeit willkommen. Es ist nicht gut zu Schweigen. Ich habe Wasser, Tee & Kaffee, und was zu essen und ich werde hier sein wenn ich gebraucht werde... Du bist niemals nicht willkommen!!!💗
Blue Montag ist ein Name, der einen Tag im Januar (typischerweise der dritte Montag des Monats) beschreibt, der Tag der meisten Depressionen des Jahres, und Januar ist der beliebteste Monat für Selbstmorde, es ist immer gut zu reden, aber noch besser zuzuhören ...
14/01/2022
𝘿𝙖𝙨 𝙅𝙖𝙝𝙧 𝙞𝙣 𝙙𝙚𝙞𝙣𝙚𝙧 𝙃𝙖𝙣𝙙
Blicke zufrieden auf 2021 zurück – und schaue dazu zunächst auf deine Hand.
Gehe einzeln deine Finger durch, denn jeder Finger steht für eine andere Frage, die du dir zu 2021 stellen darfst.
Betrachten deinen 𝗗𝗮𝘂𝗺𝗲𝗻 - dieser steht für D-azulernen.
Frage dich:
• Was habe ich in diesem Jahr gelernt?
• Welche Fehler habe ich gemacht, die mir so schnell nicht wieder passieren?
• Was war mein schönstes Erlebnis?
• Der schönste Moment?
Dein 𝗭𝗲𝗶𝗴𝗲𝗳𝗶𝗻𝗴𝗲𝗿 steht für deine Z-iele:
• Welche Ziele, welche Wünsche hatte ich für 2021?
• Welche habe ich angepackt?
• Von welchen habe ich mich verabschiedet? Warum?
• Welche Aktivitäten hatte ich, die mich meinen persönlichen Zielen ein Stück näher brachten?
• Welche Wünsche sind noch offen?
• Wo hänge ich gerade fest und wie kann hier vorankommen?
Dein 𝗠𝗶𝘁𝘁𝗲𝗹𝗳𝗶𝗻𝗴𝗲𝗿 steht für M-itmenschen:
• Welche Erlebnisse hatte ich mit meinen Mitmenschen?
• Welche neuen Menschen habe ich kennengelernt?
• Von welchen Menschen habe ich mich verabschiedet?
• Mit wem hatte ich besonders glückliche Stunden?
• Wer hat mir eine harten Nuss zum Knacken gegeben - und was lerne ich daraus?
Dein 𝗥𝗶𝗻𝗴𝗳𝗶𝗻𝗴𝗲𝗿 steht für R-atgeber:
• Durch welchen Rat konnte ich anderen weiterhelfen?
• Wer war mir heuer ein guter Ratgeber?
• Was war der beste Ratschlag, den ich in diesem Jahr gehört habe?
Der 𝗸𝗹𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗙𝗶𝗻𝗴𝗲𝗿 steht für K-örper:
• Was habe ich für meinen Körper, für meine Gesundheit getan?
• Was hat mir gut getan?
• Wo habe ich gut Energie getankt, mich gut erholt?
• Was hat mir nicht so gut getan, und wie kann ich verhindern, dass ich das wieder tue?
Klinke dich einen Moment aus dem Alltag aus – und beantworte die Fünf-Finger-Fragen in Ruhe und am besten schriftlich. Ich habe es vor Kurzem für mich gemacht… und ich bin erstaunt, wie viele Situationen ich „vergessen“ hatte – und wie präsent sie jetzt wieder sind.
01/12/2021
Die Broschüre „Burnout“ des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München bietet eine sehr gute Übersicht über alles Wichtige zum Burnout:
- Vorbeugung
- Therapie
- Warnzeichen
Vielleicht bringt dir das Dokument hilfreiche Tipps oder du kannst es Betroffenen oder Angehörigen geben.
www.psych.mpg.de
18/11/2021
Schwyzerdütsch, zumindest teilweise: Gut gemachter Podcast zum vom SRF
Arbeiten bis zum Zusammenbruch - Der Kampf gegen das Burnout ist der Kampf für ein neues Leben
Eines Morgens sass Urs Meier (49) weinend auf dem Bett und wollte nicht mehr zur Arbeit. Es war genug.
02/11/2021
CBD-Öl bei Angst, Stress, Depression und Burnout? Was ist dran am Hype?
Geldmacherei oder bringt es etwas?
Ich finde den Bericht von Jan Böhmermann ebenso informativ wie unterhaltsam. Schau mal rein, wenn dich das Thema interessiert.
So wirkt Lifestyle-CBD wirklich (oder auch nicht) | ZDF Magazin Royale
Das ZDF Magazin Royale steht für ausgewogene Berichterstattung: Einerseits sind Lifestyle-CBD-Produkte nicht berauschend, andererseits sind sie sauteuer. Ob ...
13/10/2021
Vielleicht kennst du die drei Hauptsymptome des Burnout Zynismus, Leistungsverlust und Erschöpfung und bemerkst sie verstärkt durch die lange Belastung der Pandemie auch bei dir oder deinen Kolleginnen.
In diesem Artikel widersprechen Christina Maslach und Michael Leiter, zwei der renomiertesten Burnout-Forscher, dem Fehlglauben, die Burnout-Betroffenen hätten lediglich ein individuelles Problem. Viel eher tragen persönliche Dispositionen und ein ungünstiges Umfeld zum Ausbrennen bei.
Die beiden Autoren zeigen sechs organisationelle Bereiche auf, die in den Burnout führen können:
Selbstkontrolle über die eigene Arbeit, Fairness der betrieblichen Behandlung, Gemeinschaftsgefühl, Gratifikationen, Arbeitslast und tatsächlich gelebte Werte des Unternehmens.
Dementsprechend kann der Arbeitgeber viel dazu beitragen, dass die Mitarbeitenden körperlich und psychisch ausgeglichen und gerne arbeiten. Gerade in der Pandemie kommen damit die Gestaltung der Home-Office-Arbeit und der Kommunikation eine besondere Bedeutung zu.
Burnout: Warum Ausbrennen nichts mit persönlicher Schwäche zu tun hat
Michael Leiter und Christina Maslach gehören zu den wichtigsten Burn-out-Forschern der Welt. Im Gespräch erklären sie, wann Erschöpfung krankhaft ist – und warum Burn-out nichts mit fehlender Abgebrühtheit zu tun hat.
21/09/2021
Heute ist Welttag der Dankbarkeit:
Wofür bist du genau in diesem Moment dankbar?